Die Diskussion um die Wahrhaftigkeit von YouTube Aufrufen hat in den letzten Wochen stark zugenommen. Ausgelöst durch eine Dokumentation des YouTube-Formats „Y-Kollektiv” produziert von funk (einem Gemeinschaftsangebot der Arbeitsgemeinschaft der ARD und ZDF) und dem selbsternannten „Social Media-Experten” namens Kai, sollte aufgeführt werden wie leicht es ist sowohl Klicks auf YouTube als auch Streams auf Spotify in Masse zu erhalten.

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Doch was genau ist eigentlich ein Aufruf, wann wird er gezählt und wie lassen sich gekaufte Aufrufe erkennen?

Bezüglich dieser Infos hält Google sich dezent bedeckt. Vermutlich liegt die Zeit, die ein Video angesehen werden muss bevor der Aufruf gezählt wird, zwischen 3 und 9 Sekunden. Zuschauer innerhalb eines bestimmten Zeitfensters werden zudem nur einmal gezählt, egal wie oft sie das Video ansehen. Googles Prämisse lautet dabei: „Wir möchten dafür sorgen, dass Videos von echten Menschen und nicht von Computerprogrammen gesehen werden. In den ersten Stunden nach der Veröffentlichung eines Videos werden nur die Aufrufe angezeigt, die von unseren Systemen als gültig erachtet werden.” Klar ist also, es gibt einen Mechanismus der Zugriffe von sogenannten Bots verhindern soll. Nichtsdestotrotz lassen sich Aufrufe ganz einfach im Internet kaufen und via PayPal bezahlen. Illegal ist ein solches Vorgehen dennoch.

Um sich als Unternehmen bestmöglich gegen die erkaufte Reichweite zu schützen gibt es einige effektive Maßnahmen die unternommen werden können. Die erste und einfachste dieser Methoden ist der Vergleich von Aufrufen zu Interaktionen wie Kommentaren und Likes. Hat ein Video bspw. 100.000 Aufrufe aber nur 100 Likes, 10 Dislikes und 20 Kommentare, sprich eine Interaktionsrate von 0,13%, ist davon auszugehen das a.) die Reichweite gekauft wurde oder b.) das Video als Ad geschaltet wurde und so die Aufrufe in die Höhe getrieben wurden. Allerdings wäre eine solche Interaktionsrate auch dann eher schwach und würde nicht unbedingt für eine hohe Qualität der Ad sprechen.

Die zweite Möglichkeit wäre ein Analyse-Tool zu verwenden, um mögliche Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die Entstehung der Aufrufe zu erkennen. Dabei können Follower-Statistiken, Aufrufe in Relation zur Zeit pro Video uvm. geprüft werden. Diese Tools sind in der Regel jedoch nicht ganz kostengünstig, sodass es sich für viele Unternehmen schlichtweg nicht lohnt ein Abo, allein für das Monitoring der Kampagne, abzuschließen.
Eine kostengünstigere Alternative bieten daher professionelle Social Media-Agenturen, die in der Regel bereits solche Tools verwenden und für eine zuverlässige Umsetzung sorgen. Zumeist stehen Agenturen auch in Kontakt zu den verschiedensten Influencern und können durch die regelmäßige Vermittlung von Aufträgen an ein vorteilhafteres Pricing gelangen, als eigenständige Unternehmen. Bei Anfragen von Unternehmen kann der Preis schon einmal schnell um bis zu 25% angehoben werden, denn wie jeder bekanntlich weiß regelt die Nachfrage den Preis.
Um sich also eine Menge Zeit, Ärger und Geld zu ersparen sollten professionelle Social Media-Agenturen zu Rate gezogen werden, die das Konzept, die Umsetzung, als auch das Reporting der Kampagnen übernehmen können.